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Der ND-Filter

„Strickland Falls Shadows Lifted“ von JJ Harrison (jjharrison89@facebook.com) – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

Der Neutraldichte- oder auch Graufilter ist ein Filterglas, das auf ein Kameraobjektiv aufgeschraubt oder auch fest verbaut sein kann.

Es sorgt für eine gleichmäßige Abdunklung des Bildes.

Dies kann erwünscht sein, wenn das Objektiv sehr lichtstark, das Umgebungslicht sehr hell oder die ISO sehr empfindlich eingestellt ist. Kurzum, wenn aus irgendeinem Grund zu viel Licht vorhanden ist UND man trotzdem keine kurze Belichtungszeit nutzen möchte, was ja der übliche Weg wäre, die einfallende Lichtmenge zu regulieren.

Das klassische Beispiel ist die Langzeitbelichtung von fließendem Wasser, um die Dynamik einzufangen. Für eine längere Belichtung ist tagsüber aber meist zu viel Licht vorhanden, sodass das entstehende Bild überbelichtet wäre. Das kann so stark sein, dass es auch mit einer Nachbearbeitung nicht zufriedenstellend korrigiert werden könnte.

Hier kommt der ND-Filter zum Einsatz, der die einfallende Lichtmenge reduziert, ohne Farben oder Polarisation zu beeinflussen.

Eine weitere Einsatzmöglichkeit wäre z.B. die Ablichtung von Bauwerken mit viel Publikumsverkehr. Hier wird so lange belichtet, dass vorbeilaufende Personen oder fahrende Autos nicht lange genug im Blick verweilen, um auf dem Foto zu landen und das Gebäude kann freigestellt abgelichtet werden. Auch hier muss der Lichteinfall reduziert werden, um eine Überbelichtung zu vermeiden.

Die Angabe zur Stärke eines ND-Filters ist leider nicht ganz einheitlich, sodass meist nur das genaue lesen der „Packungsbeilage“ hilft, um zu erfahren, wie weit der Filter abdunkelt. Üblich ist unter anderem die Bezeichnung ND nX, wobei n der Faktor ist, um den bei Nutzung des Filters die Verschlusszeit verlängert wird, um dieselbe Lichtmenge einzufangen wie ohne Filter.

Bei einem ND 8X – Filter kann also acht mal so lange wie ohne Filter belichtet werden.

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